Schiff im Nebel gegen Marienglas



Ein Mineralientausch mit Dr. Annette Richter (Oberkustodin des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover)
im Rahmen der Veranstaltung Blind Date#24: Tetaumatawhakatangihangakoauaotamateaurehaeaturipukapihimaungahoronukupokaiwhenuaakitanarahu,
Kunstverein Hannover, 2.10.2007
Ich habe einen Kristall (10cm x ca.2,8cm x ca. 2,5cm) entworfen und ihn in einem CAD-Programm dreidimensional zeichnen lassen. In 1000 Schnitten drucke ich ihn als schwarze Kontur auf 1000 Blatt hellblaues Papier aus und lege ihn zwischen ebenfalls hellblaues, unbedrucktes Papier. Insgesamt besteht der Stapel aus 3000 Blättern. Der Kristall ist von außen nicht zu sehen.











links: Marienglas
Gips
ca. 15cm x 10cm x 10cm
Perm

rechts: Schiff im Nebel
3000 Blatt hellblaues Papier, DIN A4, 80g,
29,7cm x 21cm x 29,7cm,
davon 1000 Blatt bedruckt (Tintenstrahldruck);
mit Acrylglashaube und Transportkiste aus Holz;
2007


Frau Dr. Annette Richter hat auf meinen Wunsch das „Schiff im Nebel“ analysiert und in das Ordnungssystem der
Mineraliensammlung des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover eingeordnet. Im Kunstverein Hannover stellt sie
ihre Untersuchungsergebnisse der interessierten Öffentlichkeit vor.
Wir sprechen über wissenschaftliche Arbeitsweisen, Eigenschaften von künstlichen und natürlichen Mineralien und die
Sammlung des Museums.
Zuguterletzt tauschen wir Kristalle: das Museum bekommt „Schiff im Nebel“ und ich das „Marienglas“.

Abbildung oben: Dr. Annette Richter (rechts) und Karen Winzer (links) im Gespräch.